Heisebecker Wappen

Die Idee und die Erstehung des Heisebecker Wappens

Originalzeichnung eingescannt vom Jahr 1969 

 Wappen

Geschichte aufgeschrieben von Manfred Nickel:

Brands Onkel Theo war Ortsbrandmeister von Heisebeck und hatte sich gerade mit seinem Bruder Friedrich -meinem Schwiegervater- nach langem Streit wieder versöhnt, als sich die Freiwillige Feuerwehr von Heisebeck um das „Feuerwehr-Verbandsfest 1969″ bemühte.

Ich war damals 33/34 Jahre alt, arbeitete in Göttingen und wurde gefragt, ob ich für die Feuerwehr (also Onkel Theo) die Organisation und Durchführung des Festes übernehmen würde. Natürlich habe ich zugesagt, allein schon aus der moralischen Verpflichtung heraus, aber auch aus Freude an der Aufgabe die eine echte Herausforderung werden sollte.

Um dieses Fest hatte sich auch die Freiwillige Feuerwehr Lippoldsberg beworben und es kam nach diversen Sitzungen mit der Verbandsoberen zu einer Kampfabstimmung, die schließlich Heisebeck gewann.

Bei einer der ersten Sitzungen des Festausschusses ging es u.a. um eine neue Fahne, ein solch großes und wichtiges Fest ohne Fahne? Undenkbar…. und wie soll die aussehen, und was soll darauf?

Es wurde klar, es sollte eine „Standarte” sein. Auf der einen Seite der Spruch „Gott zur Ehr´ dem Nächste zur Wehr” und auf der anderen Seite ein Wappen (das zukünftige Wappen von Heisebeck). Karl Schulze (Seinken´s Karl) saß bei einer der ersten Sitzungen im Gasthaus Hellwig neben mir, als die allererste Idee zu diesem Wappen entstand. Auf einem Bierdeckel skizziert: Der Fisch (Forelle) für die Fischteiche, die sich früher hier befunden haben und die Tanne, für die schönen Wälder unserer Heimat. Beides auf rot/weißen Hintergrund, rot/weiß die hessischen Landesfarben. Ja, so könnte das neue Wappen aussehen!

Aber es war noch ein weiter Weg, und die Zeit war knapp. Mein erster Ansprechpartner war mein damaliger Arbeitskollege bei der Firma Lünemann, Göttingen Herr Rolf Mayer, seines Zeichens Dekorateur mit Beziehungen zu allen möglichen Leuten und selber hochbegabt. Von ihm stammt eine erste Entwurfszeichnung mit der er mich zu einem Grafiker beim „Göttinger Tageblatt” schickte. Der war auch ganz begeistert von der Idee und wusste aber um die Schwierigkeiten und Probleme. Von ihm habe den Begriff „Heraldiker” zum ersten Mal gehört. Aber er kannte einen, dessen Name mir heute nicht mehr geläufig ist, der hatte sein Büro im Friedländer Weg, in Göttingen. Dieser Mensch hat das Wappen endgültig graphisch und heraldisch bearbeitet und in allen Details mit dem Landesarchiv, Marburg abgestimmt. Die letzte Zustimmung (Genehmigung) musste der Landrat -damals Dr. Steinbrenner- geben.

Die Zeit war knapp und die Standarte sollte ja zum Fest fertig sein und geweiht werden. Also wurde das Wappen in seiner heutigen Form schon mal auf die Rückseite gestickt. Wie gesagt, ohne Zustimmung.

Natürlich war auch der Landrat Dr. Steinbrenner zu unserem Fest eingeladen und natürlich sollte er die neue Standarte weihen. Dieser Festakt wurde in dem Film von Heinrich Ackerhans festgehalten, und auch die Worte des Landrates: Ich überbringe heute die Genehmigung des Wappens von Heisebeck und traue meinen Augen nicht, da haben die es fertig gebracht, es auf die Standarte zu zaubern…oder so ähnlich.

Seit diesem Tag hat Heisebeck sein eigenes offizielles Wappen.

Dieses Wappen ist von den gemeindlichen Gremien, vom Ort und seinen Bürgern „angenommen” und in vielfältiger Weise genutzt worden. Deshalb sollten alle wissen, wie es entstanden ist und wer es kreiert hat.

Manfred Nickel

Heisebeck im Oktober 2008

Original Urkunde vom Jahr 1960

Urkunde

 

Originalschreiben des damaligen Landrat

Landrat